Was
können wir tun??? - Schutzkonzept
Hilfsmöglichkeiten
für Schleiereulen im harten Winter und bei geschlossener Schneedecke
| Passive
Hilfe: |
- Zugang
der Vögel zu Scheunen sicherstellen (Scheunentor, einen Spalt offen
lassen, ebenso Luken oder Fenster, Gebläserohre waagrecht lagern
oder mit Gitter abdecken)
- Stroh-
und Dreschabfälle am Scheunenboden oder an sonnigen Stellen ausbringen,
damit Mäuse angelockt werden
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| Aktive
Hilfe: |
- Durch
Hunger geschwächte Eule fangen (mit Handschuhen, ggf. Schutzbrille,
den Vögeln ein Holzstöckchen in die Krallen geben und in entsprechend
großen Karton packen)
-
Nach Voranmeldung zur nächsten Pflegestation für Eulen und
Greifvögel bringen, da gut gemeinte Fütterung in eigener Regie
meist erfolglos ist.
Im Landkreis Ansbach sind z. Zt. 9 Abgabestellen eingerichtet worden,
um große Fahrstrecken zu vermeiden.
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Im
Landkreis Ansbach sind die Abgabestellen zur Weiterleitung bei der
Vogelpflegestation
Fam. Braun
Dombachstr. 147
91522 Ansbach
Tel: 0172 3030459 zu erfahren.
Außerhalb
des Landkreises Ansbach wird eine Kontaktaufnahme mit Naturschutzverbänden
empfohlen.
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Verbesserung
der Brutmöglichkeiten
- mehrere
Nistkästen in einem Dorf mardersicher anbringen - steigende Brutzahlen
nachgewiesen!
- Die
Einflugöffnung sollte über 6 - 8 m hoch und idealerweise zwischen Ost und Nord, aber auch andere Öffnungsrichtungen sind möglich.
- Verschlossene
Kirchturmfenster wieder öffnen und Nistkasten einbauen
Möglichkeiten
zum Handeln
Die
Zusammenarbeit des Bund Naturschutz und des Landesbund für Vogelschutz
mit Schulen und Jugendgruppen der Kirchen, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk
etc. zum Beispiel in Ferienprogrammen hat sich bewährt. Dabei werden Nisthilfen
gebaut und aufgehängt.
Verbesserung
der Lebensraumsituation
- reich
strukturierte Landschaft wieder entwickeln
- mit
reichlich Hecken, Feldgehölzen, großen Grünlandflächen,
Weideviehhaltung, Streuobstwiesen, breiten Wegerändern, alten Bäumen
etc.
Möglichkeiten zum Handeln
Im
Raum Mittelfranken arbeiten wir hervorragend mit dem Landschaftspflegeverband
und Gemeinden zusammen und konnten dadurch die Vielfalt der Strukturelemente
deutlich erhöhen.
Information der Bevölkerung, Jugendlichen und vor allem der Landwirte
- Im
Winter Scheunen offen halten, zumindest eine Einflugmöglichkeit sicherstellen,
Reste von Dreschgut in der Scheune lassen ( da Mäuse in der Scheune bei
geschlossener Schneedecke die einzige Überlebenschance darstellen und
der Hungertod die häufigste Todesursache ist ). Speziell in dieser Zeit
keine Mäuse und Rattenbegiftung
- stehende
Rohre bzw. Lüftungsschächte mit Drahtgitter abdecken, da sie zur
tödlichen Falle werden können
- Schleiereulenprojekte
in Schulen, Facharbeiten für Abiturienten, etc.
Möglichkeiten zum Handeln
- Regelmäßig
bei Winteranfang entsprechende Informationen als Überlebenshilfe für
Schleiereulen in den Mitteilungsblättern der Gemeinden und in der Presse
veröffentlichen
- Kontaktaufnahme
mit Schulen - Lernen mit "aktionaler Komponente"