Die Schleiereule (Tyto alba)

Größe

ca. 34 cm

Gewicht

Männchen ca. 315 g - Weibchen ca. 340 g

Einordnung

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Eulen (Strigiformes)
Familie: Schleiereulen (Tytonidae)
Gattung: Tyto
Art: Schleiereule (Tyto alba)

Merkmale

Stimmarten

 

Kreischen, Fauchen, Bettelschnarchen der Jungen (Klick auf das Lautsprecher-Icon)

  • Kreischen der Alteule Hier hören Sie das Kreischen der Alteule
  • Fauchen der Jungeulen Hier hören Sie das Fauchen der Jungeulen.
  • Rufendes und singendes Männchen Hier hören Sie das Rufen und Singen des Männchens im.
  • Zischende Drohrufe der Jungeulen Hier hören Sie zischende Drohrufe der Jungeulen.
  • rufende Eulen aus dem Nest Hier hören Sie rufende Eulen aus dem Nest.

Lebensraum

  • Lebensraum nicht über 600 m
  • reiches Vorkommen an Kleinsäugern (günstig sind Dauergrünland, Obstbaumwiesen, Saumbiotope an Hecken, Gehölze und Äcker mit Randstreifen)
  • Tageseinstände (z.B. Scheunen) möglichst zahlreich, dunkel und ruhig (werden fast täglich gewechselt)
  • Ansitzwarten z.B. Weidepfähle (Methode des Pfostenhüpfens)
    Gewölle unter Pfostenansitzwarte
  • Brutplätze:
    Einflugöffnung sollte über 5 m hoch sein, ideal sind alte Taubenschläge, die abgedunkelt und zum Gebäudeinneren mardersicher abgedichtet sind. Auch geräumige Nistkästen - je größer um so besser - sind in Scheunen am Ortsrand besonders geeignet.
  • Aktionsräume während der Brutzeit ca. 200 ha, nach der Aufzucht ca. 400 ha in strukturreicher, offener Landschaft - im Wald selten.
  • Teilweise Überlappung der Jagdgebiete benachtbarter Brutpaare.

Nahrungssuche

  • Ansitzjagd: häufig an Hecken und Waldrändern in den langen Winternächten, auf Pfosten und alten Bäumen
  • Suchflug: bevorzugt während der Brutzeit. An Saumbiotopen als Konturenflug bezeichnet.
  • Beuteortung: sowohl mit den Augen, als auch mit dem Gehör
  • in hellen Vollmondnächten besonders aktiv

Nahrung

  • häufigstes Beutetier: Feldmaus bzw. Erdmaus
  • Spitzmäuse
  • Hausmäuse, Gelbhalsmaus, Waldmaus
  • selten auch Ratten, Fledermäuse, Vögel, Lurche, Maikäfer etc.
  • Gewölle (Speiballen): Ausgewürgte Nahrungsreste mit Knochenbestandteilen (Turmfalkengewölle ohne Knochen) und Speichelüberzug (ca. 4 cm lang und 2,5 breit).

Balz und Brut

  • Balzrufe als Kreischen des partnersuchenden Männchens (Ende Feb.- März)
  • Nest mit Durchmesser von ca. 20 cm auf Gewöllresten gescharrt.
  • Gelege der Schleiereule im Vergleich zum Gelege des Turmfalken. Er ist einer der Konkurenten um den Schleiereulennistkasten.
  • Vor der Eiablage besonders störempfindlich
  • Brutbeginn ab April (selten Feb. oder März)
    Eier in 2 - 4 tägigen Abständen, Eizahl 3 - 12 entsprechend der Nahrungssituation
  • Brutzeit: Bereits nach dem ersten Ei ca. 32 Tage lang, Zweitbrut auch mit anderem Partner und als Schachtelbrutmöglich
  • flügge mit 9 Wochen
  • Alter Nur ein sehr kleiner Prozentsatz wird älter als 4 Jahre